Der heilige Gral

Die Legende vom heiligen Gral

Bei dieser Legende, die der Artus-Sage zugeordnet wird handelt es sich um ein Trinkgefäss, dass ewige Lebenskraft spendet. Mehr zu diesem Thema weiss natürlich Wikipedia zu berichten. Der heilige Gral hat schon viele Sagen, Bücher und Filme bewegt und ist ein Symbol für etwas erstrebenswertes.  Ein ewiges Leben ist aber auch durch den Gral nicht zu erwarten, da bedingte Sachen wieder vergehen.

Was bedeutet der Gral für einen Trader?

Unter Tradern gilt der heilige Gral als Synonym für das ultimative Handelssystem. Somit steht er für anstrengungslosen und unbegrenzten Reichtum. Viele haben ihn gesucht, aber bisher hat ihn scheinbar niemand gefunden. Denn wenn ihn doch jemand gefunden hätte, dann nutzt er ihn nicht richtig. Der Besitzer des Grals müsste ansonsten längst alles Geld der Welt sein Eigen nennen.

Kann es das ultimative Handelssystem überhaupt geben?

Der Markt ist ein völlig chaotisches System und es unterliegt lediglich dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, Angebot und NAchfrage werden aber durch sehr viele unterschiedliche Dinge beeinflusst, die nur in begrenztem Maße vorhersehbar oder beeinflussbar sind.
Ein seriöser Trader versucht daher auch gar nicht erst die Marktentwicklung vorherzusagen, sondern beschränkt sich auf Wahrscheinlichkeiten. Auch wenn das Ergebnis des nächsten Trades nicht bestimmt werden kann, so kann doch eine statistische Wahrscheinlichkeit bei einer Anzahl von vielen Trades mit einem bestimmten Ansatz ermittelt werden. Aber selbst hier gibt es natürlich keine Garantie für die Zukunft, da die Bedingungen sich immer wieder ändern und das manchmal schneller als man denkt.

Der heilige Gral
Der heilige Gral ist zwischen den eigenen Ohren zu finden

Diesen Satz habe ich in einem Forum gelesen und er gefällt mir sehr gut, weil er so treffend ist. Denn womit können wir neben den statistischen Wahrscheinlichkeiten auf der Suche nach Tradingerfolg rechnen? Vielleicht sind wir geborene Glückskinder oder extrem intuitiv und haben so einen Vorteil? Für die meisten trifft dies sicherlich nicht dauerhaft zu und so bleibt uns eigentlich – wie immer im Leben – nur der Ansatz, mit uns selbst zu arbeiten oder den anderen (Broker, Banken, Regierung etc.) die Schuld zu geben. Wir können die Märkte analysieren lernen, aber wenn wir nicht lernen uns und unsere psychologischen Hindernisse kennen zu lernen, kommen wir wahrscheinlich nirgendwo an. Was wir im Trading kontrollieren können ist das Risiko dass wir eingehen. Und das dann auch noch möglichst ohne Angst und Gier. Leider wird es da meistens schon sehr schwierig und deshalb müssen wir nicht nur uns selbst verstehen, sondern die Konsequenzen aus diesem Verständnis auch diszipliniert an den Märkten umsetzen.

Und wer sein erprobtes Handelssystem – egal ob diskretionärer oder systematischer Trader – diszipliniert, mit kalkuliertem Risiko und ohne zu viel „Hoffen und Fürchten“ dauerhaft umsetzen kann, der hat dann wohl den heiligen Gral gefunden.