Der Halloween- und Ultimoeffekt

Der Ultimoeffekt

Andre Stagge hat in der Traders 06/2019 eine Strategie veröffentlicht, die den Ultimoeffekt mit den Halloweeneffekt verbindet. Der Ultimoeffekt ist in diversen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen und besteht schon sehr lange. Er besagt, dass Aktienkurse um den Monatswechsel herum steigen. Als mögliche Begründung wird gesagt, dass die Angestellten zum Monatswechsel entlohnt werden und einen Teil des Geldes in Aktien stecken.

Der Halloweeneffekt

Der Halloweeneffekt kann ebenfalls wissenschaftlich nachgewiesen werden. Er zeigt auf, dass Aktien von Oktober bis Juni eher steigen, von Juli bis September dagegen eher fallen.

Die Kombination beider Effekte

Ultimoeffekt und Halloweeneffekt können für sich genommen schon zu profitablem Handel führen, sind lt. Andre Stagge aber in Kombination noch besser. Dieses kombinierte System nennt er „Monatsultimo“.

Ultimoeffekt Titelbild
Die Handelsregeln

Wir gehen in den MonatenOktober bis Juni zum 26. eines Monats Long in den Markt. Ist dies am Wochenende oder ein Feiertag wird der nächste Handelstag genommen. Am 5. des Folgemonats stellen wir die Position wieder glatt. Ist dies ein handelsfreier Tag, wird der letzte Handelstag davor genommen.

Das Originalsystem

Schaut man sich das System an, wie es in der Traders beschrieben wurde so wird sofort klar, dass es sich hier um ein stabiles Handelssystem handelt.
Auch wenn die Equity auf einige seitwärts gerichtete Phasen hinweist, so sind die Kennzahlen doch sehr ansprechend. Lediglich der maximale Drawdown dürfte gerne noch etwas niedriger ausfallen. Da das System ohne Stopp-Loss bis zu 10 Tage im Markt sein kann, ist dies aber auch kein Wunder. Trotzdem erscheint das System auch in dieser einfachen Form bereits handelbar.

Die optimierte Version

In der vom Verfasser dieser Zeilen gehandelten Version ist natürlich ein Stopp-Loss hinzugefügt worden.
Außerdem wurde ein Filter eingebaut, der die Tradeanzahl von 118 auf 90 im Backtestzeitraum reduziert.
Dadurch wurde der Anstieg der Equity etwas stetiger über alle Marktphasen hinweg. Außerdem konnte der maximale Drawdown von -10,26% auf angenehmere -6,88% reduziert werden.

Kritische Würdigung

Ein lt. SQN bereits sehr gutes System (SQN 2,94 im Original) konnte durch kleine Optimierungen noch verbessert werden (SQN 3,34 in der optimierten Version).
Vor allem die Reduzierung des maximalen Drawdowns und die Glättung der Equity-Kurve machen es eventuell auch Kurzfrsttradern leichter, eine Position über mehrere Tage zu halten.

Übrigens:

Wem das System nicht gefällt, kann als Daytrading-Version lediglich den 26. eines Monats zum Einstieg und Austieg nutzen. Dabei lässt man zwar einiges an Geld liegen, ist aber im mittelfristigen Betrachtungszeitraum immer noch profitabel und erspart sich das Overnight-Risiko.


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Risikohinweis

Die in diesem Artikel veröffentlichten Analysen und Systemtests stellen keine Handlungsempfehlung dar. Sie dienen lediglich zu Informations- und Schulungszwecken und nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die veröffentlichten Analysen Fehler enthalten.
Eine Haftung für eventuelle Verluste, die durch Börsengeschäfte aufgrund unserer Analysen entstehen wird ausgeschlossen.

In den vorgestellten Analysen wird eventuell Bezug auf Finanztermingeschäfte genommen. Hohen Chancen stehen dabei auch hohe Risiken bis zum Totalverlust und eventuell darüber hinaus gegenüber.

Eine individuelle Beratung findet nicht statt, jeder handelt auf eigenes Risiko und eigene Rechnung.

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