Testparameter

  1. Es wird immer ein Future-Kontrakt auf einem Konto von anfänglich 100.000 € gehandelt
  2. Der Testzeitraum beginnt immer am 01.01.2008 und endet kurz vor dem Zeitpunkt der Veröffentlichung
  3. Die Daten sind Futuredaten von Lenz& Partner (Tai-Pan) auf 1-Minuten-Basis
  4. Gebühren sind berücksichtigt
  5. Slippage ist unberücksichtigt und kann das Ergebnis daher verschlechtern
  6. Programmiert und getestet wird mit Metatrader 5
SQN

SQN zur Beurteilung von Backtests

Die SQN (System Quality Number) wurde von Van Tharp in seinem Buch „Definitive Guide to Position Sizing Strategies“ beschrieben. Das Buch ist in der 1. Auflage vergriffen und kann in der 2. Auflage nur direkt beim Autor bezogen werden.

Mit der SQN hat Van Tharp versucht einen einzigen Parameter zur Beurteilung von Handelssystem zu schaffen. Damit können wir verschiedene Einstellung innerhalb eines Systems oder auch verschiedene Systeme untereinander vergleichen. Van Tharp nutzt die Kennzahl außerdem dazu um unterschiedlich agressive Money-Management-Systeme – je nach SQN – auf ein Handelssystem anzuwenden.

Die Berechnung der System Quality Number

Ausgehend von einem Backtest von  „N = Anzahl an Trades“, wobei N mindestens 30 betragen muss um statistisch relevant zu sein, ist die SQN folgendermassen definiert:

SQN = Wurzel aus N * Durchschnitt aus N Gewinnen und Verlusten / Standardabweichung der N Gewinnen und Verlusten.

Beurteilung der System Quality Number

Für die SQN gilt je größer, desto besser.
Van Tharp gibt die Wertigkeit des System Quality Number folgendermassen an:

Wert: < 1,6 nicht handelbar Wert: 1,6 bis 1,9 unterdurchschnittlich, aber handelbar Wert: 2,0 bis 2,4 durchschnittlich Wert: 2,5 bis 2,9 gut Wert: 3,0 bis 5,0 sehr gut Wert: 5,1 bis 6,9 ausgezeichnet Wert: 7,0 bis ... heiliger Gral :-)

Kritische Würdigung

Die System Quality Number macht die Beurteilung von Systemen untereinander, aber auch verschiedene Parametereinstellungen eines Systemes in einer Kennzahl vergleichbar.
Man mag aus verschiedenen Gründen nicht in jedem Fall die Einstellung des besten SQN-Wertes wählen, aber man hat immer einen klaren Anhaltspunkt.

Da der SQN-Wert allein durch die Anzahl der Trades steigt, wird diese Kennzahl nicht immer kritiklos angesehen.
Der Ansatz, das Verhältnis von Gewinn und Verlust mit der Schwankungsbreite und der Anzahl der Trades in ein Verhältnis zu bringen ist trotzdem gut. Man wird bloß nicht unkritisch ein Scalpingsystem mit einem langfrisatigen Trendansatz vergleichen können. Aber zum beurteilen verschiedenen Parameter oder unterschiedlicher Systeme im gleichen Systemsegment (Scalping, Daytrading, Swingtrading, Trendtrading) ist die SQN hervorragend geeignet.