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Systembeurteilung und -management

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Hallo Joachim und DAXonly,

Zu Joachim # 6 / Sinn einer Ersatzstrategie

und

Zu DAXonly # 7 /

Gehen wir vorsichtshalber davon aus, alle Systeme gleichzeitig ihren max.DD erzeugen….

Ich handele ein Portfolio mit 7 Strategien. Damit nicht alle gleichzeitig einen DD erzeugen diversifiziere ich folgendermaßen:

Ich handele zwei Märkte, Indizes und Forex, mit unterschiedlichen System Kategorien (Trendfolgend, Seasonal, Gap, Counter, Kerzenmuster usw.). Dazu in unterschiedlichen Timeframes.

Damit verhindere ich das alle Systeme gleichzeitig im DD sind. Die Alternative hat Joachim ja schon angesprochen. Gar nicht handeln, dann ist man auf der sicheren Seite;-)

Damit die Struktur des Systemportfolios nicht zusammenbricht wenn ein System auf das Demokonto muss, habe ich ein Ersatzsystem das dann zum Einsatz kommt. Das Ersatzsystem handelt im gleichen Markt, Timeframe und Kategorie. Ist die einfachste Methode, die ich bisher gefunden habe, um den Überblick zu behalten:-)

Ich weiß nicht, ob das indirekt in euren Ideen schon berücksichtigt ist. Ich habe mir überlegt, es ist zwar schön, im Backtest den max DD zu erfahren. Aber die Drawdowns treten ja auch nur nach einer Wahrscheinlichkeits-Wolke auf.
Mache ich den Backtest z.B. länger, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass noch größere Drawdowns kommen.

Ebenso kann ich auch Pech gehabt haben und in meinem Backtest kam nur zufällig ein großer DD vor, aber alle anderen waren klein. Das wäre trotzdem schöner, als wenn eine andere Strategie im selben Zeitraum zwar einen kleineren max DD hatte, aber dafür in der Häufigkeitsverteilung viel mehr größere DDs als die erste Strategie.

Deswegen lasse ich mir im backtest alle DDs rausschreiben und zeige mir die Verteilung als Balken-Chart an. Je mehr die Hyperbel nach unten und links anliegt, desto schöner.

 

Ein Beispiel:

Ich hatte einen Backtest eines 3-Strategie-Portfolios, sagen wir Jahresrendite durchschnittl. 30% und DD 10% vom Startkapital.

Dann habe ich eine 4. Strategie gefunden, die klar profitabel war. Als ich sie in der Portfolio gemixt hatte, änderten sich diese Werte (Rendite + DD) aber nicht.
Erst die DD-Verteilung zeigt ihren positiven Beitrag: Es gab deutlich mehr kleinere DDs und nur noch vereinzelte große DDs. Ich halte das auch für ein Qualitätsmerkmal, da durch kleinere DDs die Nerven verschont bleiben, bzw. seltener die Grübelfalle auftritt, ob man jetzt stoppen sollte.
Bzw. sinkt damit dann auch die Wahrscheinlichkeit, dass noch höhere DDs als der gemessene max DD. auftauchen.

Im Bild: rechts schönere Verteilung als links.

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Aber direkt zu dieser Drawdown-Verteilung eine Frage. Wie könnte man denn dieser Verteilung in einer Kennzahl beschreiben? Also, je mehr die Häufigkeit der DDs richtung Null gelagert sind und je kleiner die größeren DDs sind, desto...   tja. :-)

Das arithmetische Mittel reicht wohl nicht aus? Der Median? Weiß zufällig jemand mehr über schlaue Kombis aus Mittwerten, Standardabweichungen & Co.?

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