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London Breakout


Das London Breakout

Das sogenannte London Breakout ist eine sehr bekannte Strategie für den Forex Markt. Dabei wird - ählichen eines Eröffnungsausbruchs - eine Handelsspanne in den Morgenstunden identifiziert. Wenn man "Herrn Google" bemüht wird man unter diesem Stichwort diverse Strategiebeschreibungen mit gleichen oder sehr ähnlichen Regeln finden. Es geht darum, das die höchste Volatilität im Währungsmarkt während der europäischen Session stattfindet. Als Vorbereitung auf einen Ausbruch während dieser Zeit wrd daher in den letzten Stunden der Asiensession der Höchst- und Tiefstkurs bestimmt um damit die benötigten Ausbruchslevel zu haben. Man nimmt dabei am Besten die Zeitspanne von 4 Uhr bis 7 Uhr  und handelt den Ausbruch dann in den folgenden Stunden. Aber nur weil diese Strategie sehr bekannt ist, muss sie noch lange nicht gut sein, oder doch?

London

Und so funktioniert es...

Im nebenstehenden Bild sieht man das Prinzip des London Breakout. In den drei Sunden zwischen 4 Uhr und 7 Uhr hat das Währungspaar GBPUSD insgesamt nur 29 Pips an Bewegung geschafft. Kurz nach 7 Uhr (blau chaffrierte Fläche)  bricht der Markt zuerst nach oben aus und auch ein paar Pips Sicherheitszuschlag schützen uns am 15.11.2018 nicht vor einem anfänglichen  Fehlausbruch. Der zweite Trade nach unten führt dann allerdings zu einem erfolgreichen Trade. Das Beispiel ist ganz typisch, denn es gibt einerseits viele Fehlaubrüche und andererseits wiederum volatile Ausbrüche aus der Range.

London-Breakout

Erster Versuch

Bei solchen Systemen ist es üblich, die engegengesetzte Rangeseite als Stopp-Loss zu nutzen. Immerhin ist die Tradingidee spätestens an dieser Stelle gescheitert. Nebenstehend erkennt man das Tradingergebnis über die letzten 11 Monate, wenn ein CRV von 1:1 genommen wird, um den Take-Profit zu bestimmen. Das Ergebnis ist zwar durchaus positiv, aber gerne handeln will das wohl niemand.

LB1

Zweiter Versuch

Die nächste Idee wäre dann sicherlich, einfach das CRV zu erhöhen und als Take-Profit die doppelte Ausbruchsspanne zu wählen, bzw. den Stopp auf die Hälfte der Spanne zu verringern. Aber das Ergebnis sieht man nebenstehend und eine Verbesserung sieht anders aus.

LB2

Dritter Versuch

Und wenn alles nichts hilft, wird am Ende dann die Martingale-Keule herausgeholt. Das glättet dann jede Kurve, allerdings über kurz oder lang immer mit dem gleichen Ergebnis...

Zwischenfazit

Ich will mit diesem Artikel nicht sagen, dass dieses System nicht gut ist oder gar nicht handelbar ist. Aber es bedarf schon mehr Anstrengungen und Ideen, als einfach nur den Ausbruch aus einer berühmten Range zu handeln.
Wahrscheinlich kann man aus diesem Ansatz tatsächlich etwas machen, aber es ist definitiv nicht so einfach, wie manche Internetseiten oder Foren uns dies weismachen wollen.

Weitere Informationen

Für Anmerkungen, Verbesserungen und Diskussionen zum Themen nutze bitte das Blog-Forum.
Das Thema wird u.U. in meinem Youtube-Kanal aufgegriffen werden.

Risikohinweis

Die in diesem Artikel veröffentlichten Analysen und Systemtests stellen keine Handlungsempfehlung dar. Sie dienen lediglich zu Informations- und Schulungszwecken und nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die veröffentlichten Analysen Fehler enthalten.
Eine Haftung für eventuelle Verluste, die durch Börsengeschäfte aufgrund unserer Analysen entstehen wird ausgeschlossen.

In den vorgestellten Analysen wird eventuell Bezug auf Finanztermingeschäfte genommen. Hohen Chancen stehen dabei auch hohe Risiken bis zum Totalverlust und eventuell darüber hinaus gegenüber.

Eine individuelle Beratung findet nicht statt, jeder handelt auf eigenes Risiko und eigene Rechnung.


Natülich sagt ein Backtest nichts über die Zukunft aus, aber warum soll ich etwas traden, das in der Vergangenheit schon nicht funktioniert hat!